Erstellt: Freitag, 28. Juni 2013 Geschrieben von Oliver Lange

Der LZ-G Herzogtum Lauenburg befand sich in der Zeit vom 05.06. bis 15.06.2013 mit der Hochleistungspumpe (max. 5000l/min) des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) im Hochwassereinsatz.
Heftige Regenfälle in Tschechien und in Teilen Sachsens und Sachsen-Anhalt verursachten einen rapiden Anstieg der Pegelstände der Elbe. Es zeichnete sich ab, dass auch die Stadt Lauenburg vom Hochwasser betroffen sein würde.

Mittels telefonischer Vorabinformation wurde der LZ-G darüber informiert, mit der Hochleistungspumpe des KFV zum Hochwassereinsatz zu fahren. Daraufhin wurde ein Schichtplan über 2 Wochen im 12h-Betrieb organisiert.

 

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Durch den festgestellten Katastrophenfall wurden im gesamten Land Schleswig-Holstein die THW Fachgruppen Wasserschaden und Pumpen und die Hochleistungspupen der Kreisfeuerwehrverbände Steinburg, Nordfriesland und Lübeck zusammengezogen.

Bei der letzten Flut im Januar 2011 wurde ein Pegelstand von 9,23m gemessen. Für Lauenburg wurde ein maximaler Pegelstand von 10,15m vorausgesagt. Dieser Pegelstand hätte zu Folge gehabt, das die Lauenburger Altstadt bis zu 2m unter Wasser gestanden hätte. Erreicht wurde bei diesem Hochwasser ein Pegelstand von 9,63m.

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Der LZ-G brachte zuerst die Hochleistungspumpe am Lösch- und Ladeplatz in der Elbstraße in Stellung. Nachdem das Wasser am 09.06. auf 9,25m gestiegen war, wurde auf Befehl der Einsatzleitung die Pumpe aus dem Gefahrenbereich geholt und gegen Nachmittag in die Hafenstraße verlegt. In der Hafenstraße wurde von den anderen Einsatzkräften in der Zwischenzeit einen Sandsackwall erbaut, der für einen Wasserstand von 10,20m geeignet war. Wir hatten, wie in der Elbstraße, die Aufgabe die Regenwasserkanalisation auf einem Pegel zu halten. In der Hafenstraße wurden insgesamt 4 Hochleistungspumpen der Feuerwehr, 1 Hochleistungspumpe des THWs und 2 LF 16-TS der örtlichen Feuerwehren eingesetzt.

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Nachdem die Scheitelwelle des Hochwassers an Lauenburg vorüber gegangen war und der Pegelstand wieder einen Pegel von 9,20 erreicht hat, konnte der LZ-G die Hochleistungspumpe, durch vorherige Prüfung der Elbstraße eines Statikers, wieder in die Elbstraße zurück verlegt werden. Diesesmal war der Einsatzort am sogenannten Ruferplatz. Das Hochwasser hat deutliche Spuren in den Straßen und an den Häusern der Elbstraße hinterlassen. Der Ruferplatz war unser letzter Einsatzort bei dem Hochwasser. Die Elbstraße war zu diesem Zeitpunkt immer noch für Bewohner und Fahrzeuge gesperrt, Strom und Gas waren ebenfalls noch abgestellt. In der Elbstraße hatten nur Einsatzkräfte von THW, Polizei, Feuerwehr, DRK und DLRG zutritt. Alle Zugänge zur Elbstraße wurden durch die Polizei abgesperrt und kontrolliert. Die B209 wurde im Bereich Hafenstraße während des Hochwassers für den Durchgangsverkehr gesperrt.

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Während des Hochwassers gab es zahlreiche kleinere Hilfeleistungen und Amtshilfen für den LZ-G. Dieses waren unter anderem Zelte aufbauen, Gasgerüche, Notstromaggregate liefern, Überprüfungen des örtlichen Schöpfwerks in der Elbstraße sowie mehrere unter Wasser stehende Kellerräume mit Heizöltanks kontrollieren.

Die LZ-G´s der Kreise Steinburg und Plön unterstützten uns beim Aufbau und Betrieb von 2 Dekontaminationsstellen in der Elbstraße (Kirchplatz und Hitzler-Werft).Der LZ-G Stormarn übernahm während des Hochwassereinsatzes die gesamte Einsatzbereitschaft für den Kreis Herzogtum Lauenburg.

Wir bedanken uns bei den Kameraden der Kreise Steinburg, Nordfriesland und Lübeck für die gute Zusammenarbeit während des Pumpenbetriebes sowie bei den LZ-G‘s aus Steinburg und Plön für die Hilfe beim Aufbau und Betrieb der 2 Dekontaminationsstellen.

Ganz besonderer Dank gilt dem LZ-G Stormarn für die Übernahme der Einsatzbereitschaft.

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