Einsatznummer: 27/2017

Einsatzdaten:
Datum / Uhrzeit: 02.11.2017 / 17:15Uhr 
Art: Pumpenzug erforderlich
Einsatzort: Büchen
weitere Organisationen:  THW OV Mölln, THW OV Lauenburg, Land S-H
LZ-G Fahrzeuge: 01-11-01


Einsatzbericht:

 Schon am Nachmittag trafen sich Fachwart Marko Fischer und vom THW OV Mölln der Zugführer Björn Albrecht, um sich vor Ort ein persönliches Bild von der Lage zu machen.

Der Pumpenzug wurde im Rahmen der Amtshilfe für das Land Schleswig-Holstein an einem großen Anglerteich tätig. Hier starben seit ca. 14 Tagen etliche Fische. Der Schaden beziffert sich laut Eigentümern im fünfstelligen Bereich. Nachdem Gewässerproben genommen wurden, stand das Ergebnis leider noch aus. Die Eigentümer alarmierten die Kreisverwaltung, diese hatte sich dann mit dem zuständigen Ministerium in Kiel besprochen.

Vor Ort wurde die Lage erkundet, der Einsatz von Hochleistungspumpen und elektronisch betriebenen Pumpen des THW geprüft.

Per Voralarm wurde der Pumpenzug des Kreises Herzogtum Lauenburg über einen längeren Einsatz informiert. Vorerst galt es, alle verfügbaren Kameraden an der FTZ zu sammeln und deren Verfügbarkeiten abzufragen. Die startenden Besatzungen dieses 24h- Einsatzes beladen die Fahrzeuge und nahmen Aufstellung im geschlossenen Verband.

Am Einsatzort eingetroffen wurden die Fahrzeuge nach Notwendigkeit sortiert und in Bereitstellungsräume geschickt, um dann gezielt die Fahrzeuge und Materialien abzurufen.

Als allererste Maßnahme musste die Absicherung gegen Dunkelheit vollzogen werden, da auf den engen Fußwegen das rückwärtige Rangieren der Fahrzeuge mit den HLP unmöglich war. Entlang der Wege wurden Beleuchtungen in Stellung gebracht und an die zentrale Stromversorgung des THW angeschlossen. Nun konnten die eigentlichen Arbeiten beginnen. Es wurden beide HLPs in Stellung gebracht, sowie die Chiemsee-Pumpen des THW einsatzbereit gemacht. Mit diesem massiven Einsatz von Pumpen hatten wir zusammen die Möglichkeit geschaffen, pro Minute 22000 Liter Wasser aus dem umgekippten Anglerteich zu fördern. Diese Maßnahme wurde über die Nacht durchgeführt. In den frühen Morgenstunden des Folgetages wurde dann vom Abpumpbetrieb in den Befüllvorgang umgeschwenkt. Am späten Nachmittag konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden. Im Anschluss wurden an der FTZ alle Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzbereit gemacht.

Besonderheiten waren die Gestaltung der Schichtpläne sowie die lückenlose Versorgung mit Benzin- und Dieselkraftstoff. Die Kraftstoffe mussten aus weiterer Entfernung geholt werden, da es in Büchen keine 24h-Tankstelle gibt.

Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde von den Eigentümern selbst übernommen. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich, da dieses nicht selbstverständlich ist.


Presseberichte:
keine


Bilder:

Zugriffe: 36116
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok